Gerade der Atomausstieg der Bundesregierung und der schwelende Ukraine-Konflikt lassen uns bewusst werden, dass wir in Zukunft unabhängiger von fossilen Energieträgern und Atomenergie werden. Da die deutsche Bundesregierung mit Förderungskürzungen für Photovoltaik oder versteckten Subventionen für fossile Brennstoffe die Energiewende bremst, müssen die privaten Haushalte die Energiewende dezentral vorantreiben.

Eine energetische Maßnahme, die immer häufiger den Weg in die Neu- und Altbauten Deutschlands findet, ist der kombinierte Einsatz einer Wärmepumpe zur Wärmegewinnung und einer Photovoltaikanlage zur Stromversorgung des Haushalts und der Wärmepumpe. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die entscheidenden Vorteile der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik auf, um zu beschreiben warum diese Kombination so erfolgsversprechend ist.

Vorteile durch die Kombination durch Photovoltaik und Wärmepumpe

Wärmepumpenstrom für 12 anstatt für mind. 20 Cent

Wenn man die Investitionskosten für eine Photovoltaikanlage auf die erzeugte kWh herunterrechnet erhält man Stromgestehungskosten von 8-14 Cent/kWh, abhängig von der Größe der Anlage, der gewählten Komponenten und der Montagesituation an Ihrem Haus. Bei einer durchschnittlichen Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe von 4 (Erzeugte Heizwärme geteilt durch den dafür benötigten Strom für den Zeitraum eines ganzen Jahres ergibt die Jahresarbeitszahl) hat man dann eine kWh Wärme für 2 – 3,5 Cent anstatt 6,5-8 Cent bei herkömmlichem Strom. Natürlich kann man sagen, dass lediglich knapp 30% des benötigten Wärmepumpenstroms durch die Photovoltaikanlage gedeckt werden kann, aber die Ersparnis ist trotzdem spürbar.

Vollkommen C02- neutral heizen

Bilanziell erzeugt die PV-Anlage bei geeigneter Größe über das Jahr verteilt mehr Strom, wie die Wärmepumpe im Jahr verbraucht. Damit man vollkommen CO2 neutral heizen (ausgeglichene bzw. positive Energiebilanz) und so wenig wie möglich externe Energie beziehen. Wenn man zusätzlich zum PV-Strom eine Batterie und/oder Naturstrom bezieht, kann man auch tatsächlich vollkommen C02- neutral heizen

Wärmepumpe und Photovoltaik senken den Jahresprimärenergiebedarf

Gerade durch die Verschärfungen der Energieeinsparverordnung wird die Verbindung der Photovoltaikanlage mit der Wärmepumpe noch lukrativer. Die Wärmepumpe hat gegenüber konventionellen Heizsystemen einen geringeren Jahresprimärenergiebedarf. In der Kombination mit einer Photovoltaikanlage ist dieser Primärenergiebedarf noch deutlich niedriger und Niedrigenergiehaus-Standards können erreicht werden.  So können Sie sowohl in Neubauten und bei Sanierungen mit Zuschüssen und verbilligten Krediten rechnen. Ganz von den zukünftigen Heiz- und Stromkostenersparnissen abgesehen.

 Große Autarkie möglich

Durch die Kombination einer Photovoltaikanlage mit einer Wärmepumpe können Sie sowohl Ihren Strom als auch Ihre Wärme dezentral erzeugen und werden zum eigenen Versorger. Mit einem Batteriespeicher und einer relativ großen Photovoltaikanlage ist es schon heute möglich um die 80% des eigenen Stromverbrauchs selbst zu erzeugen. Bei geeigneter Größe der PV-Anlage kann man zudem knapp 30% des Energiebedarfes der Wärmepumpe mit Sonnenstrom beliefern. Bei Neubauten im Niedrigenergiebereich kann dieser Anteil nochmal deutlich höher liegen. Werden auch Sie unabhängig von Energieversorgern und fossilen Brennstoffen.