In der Frage der Heizquelle für die Warmwasseraufbereitung wird die Sonne als primäre Energiequelle immer interessanter, denn sie stellt bekanntlich keine Rechnung für ihre Dienste aus. Dieser Grund ist es auch, warum sich immer mehr Bauherren mit der Solarthermie auseinandersetzen, denn diese Form der Energiegewinnung ist derzeitig – im Vergleich zu den anderen Arten – noch am weitesten entwickelt. Die richtige Dimension der Anlage ist hierbei entscheidend und wenn alles richtig geplant und durchgeführt wurde lassen sich nicht selten 50 bis 70 % der Heizkosten, die für das Warmwasser entstehen würden, pro Jahr einsparen. Allein in Deutschland beträgt in den warmen Monaten Mai bis September der Deckungsanteil der Solaranlage 100 %, was natürlich den Sommermonaten zu verdanken ist. In dieser Zeit sind die Sonnenkollektoren auf dem Dach am effektivsten und die Speicher im Haus können mit Hochdruck arbeiten.

Effektiver Wirkungsgrad

Die Zahlen des Wirkungsgrades einer Solaranlage sprechen eine eindeutige Sprache für sich: Je nachdem, welcher Sonnenkollektor eingesetzt wird, werden durchschnittlich 50 % der auf die Kollektoren einwirkenden Sonnenstrahlen für die Wärmeleistung genutzt. Der Hauptgrund, warum Solarthermie in der heutigen Zeit immer interessanter wird ist darin gelegen, dass diese Form der Energiegewinnung wirklich von jedem Hausbesitzer genutzt werden kann, da sich auf wirklich jedem Dach Platz für die Kollektoren findet. Welche Größenordnung die Solarkollektoren zur effektiven Nutzung der Solarthermie letztlich haben müssen richtet sich danach, welche Funktion sie letztlich erfüllen sollen. Ein schöner Effekt der Solarthermie ist, dass sie nicht nur zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden kann, sondern vielmehr auch die Heizung unterstützen und zur Stromgewinnung eingesetzt werden kann. Doch wie genau funktioniert die Solarthermie eigentlich?

Der funktionielle Ablauf der Solarthermie

Im Grunde genommen ist die Funktionsweise der Solarthermie sehr einfach erklärt: Auf dem Dach befinden sich Solarkollektoren, in denen sich eine Trägerflüssigkeit oder alternativ Luft als Medium befindet. Dieses Medium wird durch die direkte Sonneneinstrahlung erwärmt und mittels einer Umwälzpumpe, die für die Solarthermie unerlässlich ist, in den Empfänger gespeist. Weiterhin wird für die Solarthermie ein Wärmetauscher benötigt, welcher das Medium in erwärmter Form an den Warmwasserspeicher abgibt. Dieser führt das Medium abschließend als letzten Schritt der Solarthermie abgekühlt zurück zu den Solarkollektoren. Solarthermie kann daher als Kreislauf im Haus verstanden werden. Ein besonderes Plus der Solarthermie ist, dass sie mit jedem Heizungsgerät genutzt werden kann und besonders naturschonend arbeitet.

Die Wahl der richtigen Kollektoren

Für die Effektivität einer solchen Anlage ist auch der richtige Speicher und sein Einsatzort ein wichtiges Kriterium. Der Solarspeicher sollte in der Nähe der Kollektoren aufgestellt werden, damit Leitungsverluste minimiert werden. Auch die Wahl der richtigen Kollektoren sollte sich der Bauherr nicht zu einfach machen, denn es gibt verschiedene Arten der Kollektoren. Vakuumröhrenkollektoren sind derzeitig am effektivsten, da sie einen sehr niedrigen Wärmeverlust durch ihre Absorberfläche aufweisen. Diese befindet sich in einem luftleeren Glasrohr. Als erste Alternative zu diesen Kollektoren ist sicherlich der Sydney-Kollektor zu nennen, da dieser durch seine Kreisform eine optimale Ausrichtung zum Sonnenstand ermöglicht. Weiterhin können noch der Speicherkollektor und der Flachkollektor zum Einsatz kommen. Beim Speicherkollektor ist der Kollektor und der Warmwasserspeicher eine Einheit, sodass keine Solarpumpe sowie Wärmetauscher und Solarkreisleitungen mehr erforderlich sind. Diese Kollektoren werden jedoch in Deutschland selten eingesetzt, da sie nur effektiv arbeiten können wenn eine sehr starke direkte Sonneneinstrahlung gewährleistet ist. Flachkollektoren sind die preiswertesten und daher auch sehr weit verbreitet. Der Absorber befindet sich in einer wärmegedämmten Metall-/Kunststoffwanne und minimiert somit äußeren Wärmeverlust. Diese Kollektoren haben eine Vakuumpumpe zwischen der Außenhülle und dem Absorger integriert, die jedoch jedes Jahr erneuert werden muss.

Kollektoren auf dem Dach sind eine gute und sinnvolle Investition in die Zukunft und ersparen dem Hausherren jährlich durchaus gutes Geld. Auch wenn sie in der Anschaffung durchaus Geld kosten, so rentiert sich diese Anschaffung auf lange Sicht gesehen in jedem Fall!